Abgeltungssteuer

Abgeltungssteuer

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. Mai 2013

Bis Ende 2008 fiel auf Spekulationsgewinne in Deutschland nur eine Spekulationssteuer an, wenn die Wertpapiere kürzer als sechs Monate gehalten wurden.Abgeltungssteuer

Seit dem 1. 1. 2009 ist die Abgeltungssteuer in Kraft getreten. Dabei werden von den Banken für jeden Gewinn 25% Abgeltunssteuer an das Finanzamt abgeführt. Da aber im Gegenzug nicht auf Verluste 25% gutgeschrieben wurde, sondern dieser Ausgleich erst über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann, sind die Banken zu individuellen Lösungsansätzen übergegangen.

Körbe und Töpfe bei der Abgeltungssteuer

So bieten Banken mittlerweile so genannte "Basket- oder Korbrechnungen" an, bei denen innerhalb eines bestimmten Zeitraums Gewinne mit Verlusten verrechnet werden.

Leider liest sich das einfacher, als es in der Realtität ist. Verläuft der stetige Aktienhandel nämlich nicht so stetig, beginnt die "Topfrechnung" von Neuem. Der Anleger wird in diesen Fällen bereits nach kurzer Zeit vor dem Problem stehen, dass er die Übersicht über abgeführte und verrechnete bzw. nicht verrechnete Steuern verliert.

Wer muss nichts zahlen?

Zudem gibt es Personengruppen, die von der Abgeltungssteuer befreit sind. Eine teilweise Rückerstattung gezahlter Abgeltungssteuer kann erreicht werden, wenn der persönliche Grenzsteuersatz unter 25 Prozent liegt. Nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest betrifft dies in der Regel Bürger mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 15.000 Euro und weniger. Das Finanzamt besteuert Kapitalerträge dann mit dem – niedrigeren – persönlichen Steuersatz. Erforderlich ist dafür die Beantragung einer "Günstigerprüfung" in der Anlage KAP.

Ebenfalls um die Abgeltungssteuer können auch Rentner kommen. Rentner, deren zu versteuerndes Einkommen (inklusive der Kapitalerträge) im Jahr 2009 unter dem Grundfreibetrag von 7.834lag, müssen gar keine Steuern und damit auch keine Abgeltungssteuern zahlen. Sie können beim Finanzamt eine "Nichtveranlagungs-Bescheinigung" (NV) beantragen. Bei Senioren, wie vor dem 2. Januar 1945 geboren sind, besteht auch die Möglichkeit, über einen gesonderten Freibetrag, den "Altersentlastungbetrag" die Steuerlast zu mindern.

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