Es ist nicht mehr leicht, bullish zu sein

Drucken
Bewertung:  / 1
SchwachSuper 
Erstellt am Donnerstag, 21. März 2013 Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. Mai 2013


MaxProfits


noch vor einer Woche gingen die meisten Anleger davon aus, dass der DAX im Verlauf dieser Handelswoche leichtfüßig über die bisherigen Allzeithochs bei 8.151 Punkten steigen würde. Aber uns war bereits seit Wochen aufgefallen, dass es nicht den Eindruck hat, als würden nennenswert neue Käufer an den Markt drängen. Vielmehr schien es, als wäre der Sprung über die Marke von 8.000 Punkten vor allem auf die Sogwirkung des am 15. März absolvierten Verfalltermins an den Terminbörsen zurückzuführen gewesen. Aber zu der bisherigen, geringen Begeisterung der Anleger hinsichtlich neuer, aktiver Käufe auf diesem Niveau kamen in den vergangenen Tagen auch noch eine Reihe negativer Aspekte hinzu, die es den Bullen immer schwerer machen, sich ihren bislang trotz aller negativen Fakten ungebrochenen Optimismus zu erhalten.

 

Zypern, Oracle und die  Einkaufsmanager

Wenn man kleine Probleme nicht lösen kann, kann man das bei großen Problemen erst recht nicht – eine ebenso unstrittige wie einfache Erkenntnis. Und genau das trifft auf die EU zu. Ob es nun die Ratingagentur Fitch ist oder Russlands Ministerpräsident Medwedew, zahlreiche Beobachter stellen der EU-Kommission miserable Noten aus. Und weiterhin ist keine Lösung auf dem Tisch, während den Zyprern langsam Treibstoff und Medikamente ausgehen, wie am Mittag gemeldet wurde. Das erinnert selbst Dauer-Optimisten daran, dass die Eurokrise nicht nur weiter wütet, sondern auch, dass die Verantwortlichen außerstande sind, Lösungen zu finden. Aber damit nicht genug:


Am Mittwoch meldete das US-Unternehmen Oracle, in den vergangenen Jahren fast immer ein Garant für übertroffene Analystenprognosen, deutlich unter den Erwartungen liegende Quartalsergebnisse. Keine gute Perspektive für das laufende erste Quartal. Aber nicht nur in den USA scheint das zuvor wochenlang propagierte Wiedererwachen des Wachstums mal wieder Wunschdenken gewesen zu sein. Denn das vorläufige Ergebnis der Einkaufsmanagerindizes für März fiel in Deutschland ebenso wie in der Eurozone insgesamt (und unerwartet) recht deutlich, nachdem es schon im Februar nicht zu einem weiteren Anstieg gekommen war. Europa bleibt in der Rezession – und die Sprüche der bullishen Akteure erweisen sich damit ein weiteres Mal als heiße Luft.


Viel Erfolg an der Börse

Ihr
MaxProfits
http://www.MaxProfits.de


Copyright 2013 Boerse-Gratis.de. Alle Rechte vorbehalten Impressum