Habemus Papam

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SchwachSuper 
Erstellt am Donnerstag, 14. März 2013 Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. Mai 2013

MaxProfits

hoppla, das ging aber schnell. Es hat nur anderthalb Tage gedauert, dann war ein neuer Papst gewählt. Hinzu kam, dass diese Wahl weltweit auf ehrliche Zustimmung stieß. Und das gelang einer Institution, die doch gemeinhin als konservativ, rückständig und schwerfällig bezeichnet wurde. Im Gegensatz zu der dynamischen Maschinerie der Politik. Wenn es dort einmal brennt, wird blitzschnell gehandelt. Immerhin hat man in der Eurozone schon zwei Jahre nach Beginn der Eurokrise realisiert, dass Sparen und Wachstum womöglich nicht vereinbar sind. Und darauf ist man fast von ganz alleine gekommen, abgesehen von den dezenten Hinweisen, welche die unter dem Spardiktat erdrosselten Länder wie Portugal und Griechenland lieferten, indem sie immer tiefer in die Rezession rutschen. Und ich bin überzeugt davon, dass man, nachdem wir jetzt nur ein Jahr vom ersten Dämmern dieser Erkenntnis entfernt sind, allerhöchstens noch zwei oder drei weitere Jahre braucht, bis diese Problematik wild entschlossen und blitzschnell angegangen sowie nach Lösungen gesucht wird. Bis diese gefunden werden, dürfte Europa längst in einer tiefen Depression versunken sein, aber wie sagt doch der Schwabe: Nur ned hudle!

 

Politiker-Konklave erwünscht!

Meines Erachtens wäre es eine hervorragende Idee, die Lethargie der politischen Entscheider dadurch zu behandeln, dass man sie in Brüssel ebenso hinter Schloss und Riegel setzt wie die Kardinäle in Rom, bis man eine taugliche Entscheidung gefunden hat. Das könnte womöglich manches ein wenig beschleunigen, denn wer möchte gerne fünf Jahre lang nicht mehr vor die Tür dürfen? Dementsprechend ließe sich vielleicht auch in Washington eine solche Maßnahme erzwingen. Immerhin sind zu Beginn dieses Monats Haushaltskürzungen in Kraft getreten, von denen man noch im November vergangenen Jahres vollmundig behauptete, dass man sich selbstverständlich im Sinne der Bevölkerung zeitgerecht auf einen durchdachten und für die Konjunktur ebenso wie für den Staatshaushalt verträglichen Weg einigen werde. Was ist bislang passiert? Nichts! Aber irgendwie wird das seitens der Bevölkerung einfach nicht mehr wahrgenommen, weil man sich dort seit Jahren von der Politik verraten und verkauft fühlt. Man hört und schaut einfach nicht mehr hin – und das gilt auch für die scheinbar so stabile und für die Ewigkeit gezimmerte Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte.

 

Pulverfass Aktienmarkt

Während in den Medien permanent hanebüchene Argumente dafür verbreitet werden, warum diese Aktien-Hausse nicht nur voll in Ordnung geht, sondern auch stetig weiter voranschreiten wird, würde jeder, der sich von der hypnotischen Wirkung steigender Kurse befreien könnte, massive Alarmsignale erkennen. Er würde umgehend bemerken, dass der aktuelle Aufwärtsimpuls, welcher Anfang voriger Woche begann, in keiner Weise auf positiven Nachrichten beruhte, sondern unter geringen Umsätzen ganz offen-sichtlich ausschließlich auf den an diesem Freitag stattfindenden großen Verfalltermin an den Terminbörsen ausgerichtet ist. Und er würde feststellen, dass es ein massives Warnsignal ist, wenn Assets wie der Euro, Rohöl oder Kupfer, die normalerweise solche Rallyes an den Aktienmärkten begleiten, nicht nur nicht mitziehen, sondern auch noch in die Gegenrichtung unterwegs sind, während man sich zeitgleich weigert, aus den angeblich unrentablen Anleihen auszusteigen. Wir haben hier ein Pulverfass, das vor allem deswegen so explosiv ist, weil die überwiegende Zahl der Marktteilnehmer genau dies nicht bemerkt!

Viel Erfolg an der Börse

Ihr
MaxProfits
http://www.MaxProfits.de




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