"Berlusclowni"!

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Erstellt am Samstag, 09. März 2013 Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. Mai 2013

MaxProfits



Als heute Mittag gegen etwa 12.30 Uhr über n-tv die Meldung verbreitet wurde, Silvio Berlusconi sei in erster Instanz zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt worden, überkam mich eine leichte Zufriedenheit. Nicht dass ich es dem 76-jährigen, reichsten Mann Italiens gegönnt hätte, für zwölf Monate in eine Luxus-Zelle einzurücken, von der aus er mit hoher Wahrscheinlichkeit einen „Platz an der Sonne“ hätte einnehmen können, kulinarisch verwöhnt mit dem Besten was „der Stiefel“ zu bieten hat und mit Privatpartys in kleinerem Umfang als bis zuletzt gesehen. Nein, die Italiener scheinen genug zu haben von einem Politiker, der zuletzt vom SPD-Kanzlerkandidaten gar als Clown bezeichnet wurde. Mysteriöse Machenschaften zuhauf, Schmiergelder aus schwarzen Kassen, Abhörskandale, Steuerhinterziehung und nicht zuletzt die berühmt- berüchtigten Bunga-Bunga-Partys. Peer Steinbrück, bekannt für seine unnachahmliche Fähigkeit, keines auch noch zu winzige Fettnäpfchen auszulassen, sei gesagt: „Alles, was gesagt wird, muss wahr sein, doch nicht alles, was wahr ist, muss gesagt werden.“ Zumal fühlen sich die Clowns nun wirklich zu recht beleidigt – schließlich haben diese beileibe nicht das maskenhafte, zähnezeigende Dauergrinsen im Gesicht, wie es der Cavalliere zu präsentieren weiß, sobald eine Kamera in der Nähe ist.

„Jeder kann für etwas taugen – und sei es, dass er als schlechtes Beispiel dient.“ Dieser mir seit Kindheitstagen bekannte Spruch hat sich auch bei Silvio Berlusconi unübersehbar bewahrheitet. Der Multimilliardär verfügt sicherlich nicht nur über die nötigen finanziellen Mittel, sondern darüber hinaus auch über beste Kontakte zu den weltweit führenden Schönheitschirurgen. Doch ich bin durchaus geneigt meinen beiden Töchtern aktuelle Fotos des Möchtegern-Ministerpräsidenten zu zeigen, der direkt hinter Michael Jackson auf Platz zwei der Ewigschlechten-Schönheitsoperierten-Liste steht. Denn mit dem Ergebnis der zahlreichen chirurgischen Eingriffe kann er nicht wirklich zufrieden sein. Wenn doch, ist ihm – so wie übrigens nicht nur in der politischen Realität – die Wahrnehmungsfähigkeit weitgehend abhanden gegangen. Wünschen wir den Italienern, dass man beim nächsten Urnengang an der richtigen Stelle sein Kreuzchen macht. Ansonsten sehe ich nicht nur für Italien, sondern auch für Gesamteuropa schwarz.

Maßlose Liquididätsschwemme
Wenn mich meine Freunde anrufen – und das machen sie  in den vergangenen Monaten öfters als sonst – und mich fragen, warum der Deutsche Aktienindex immer weiter steigt, lautet meine lapidare Antwort stets: „Mehr Käufer als Verkäufer!“ Markt ist dort, wo Angebot und Nachfrage zusammentreffen – und so ist die lockere Geldpolitik der Notenbanken in den USA, Japan und Europa schuld an „nahezu zinsloser Liquidität, die nach Anlage sucht“.  Munter laufen die Druckerpressen der Geldmaschinerie 24 Stunden, sieben Tage die Woche, um dafür zu sorgen, dass es nicht zu einem Liquiditätsengpass und in der Folge zu mangelnder Nachfrage nach Staatsanleihen der notleidenden Staaten kommt, die immer tiefer in den Schuldensumpf abgesackt sind. Sicher, man versucht sich freizustrampeln. Doch bekanntlich sorgen diese vergeblichen Bemühungen nur für ein weiteres Abrutschen. Es gibt kein Perpetuum mobile – und folglich wird diese Liquiditätsblase platzen müssen. Die Frage bleibt nur wann. Die Aktienmärkte laufen sehenden Auges ins offene Messer. Immer in der Hoffnung, die Notenbanken werden es schon richten und für den Fall der Fälle genügend Verbandsmaterial und Morphium zur Verfügung stellen. Wenn das mal nicht ins Auge geht ...!   


Viel Erfolg an der Börse

Ihr
MaxProfits
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