Wann kommt das Ende der Geldschwemme?

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Zuletzt aktualisiert am Montag, 26. August 2013


Beim alljährlichen Spitzentreffen der Notenbanker in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming gab es in diesem Jahr ein Treffen ohne Spitzen. So fand die Notenbank-Konferenz in diesem Jahr ohne Ben Bernanke (FED-Chef), ohne Mario Draghi (EZB-Chef) und auch ohne Jens Weidmann (Bundesbank-Chef) statt. Entsprechend wenig bahnbrechende Neuigkeiten hatte man sich im Vorfeld von diesem Event versprochen.

Bereits in der vergangenen Woche titelten wir an dieser Stelle „keine Zinswende mehr mit Hubschrauber-Ben“ in Anlehnung an seine Aussage, dass man notfalls die Dollars auch mit Helikoptern abwerfen könne, um der kränkelnden Wirtschaft zu helfen. Wenngleich die zuletzt freundlichen Konjunkturdaten mehr und mehr eine Zinswende in absehbarer Zeit nahelegen, ist aktuell noch kein Anzeichen vom Notenbankchef zu erkennen. Nachdem nun die Vertreter nach Jackson Hole geschickt wurden, richtet sich der Blick auf die Notenbanksitzung im September. Denn das ist der nächste Termin, an welchem der US-Notenbankchef die Märkte auf eine beginnende Abkehr von der aktuell noch sehr expansiven Geldpolitik vorbereiten könnte.

Blick in die Zukunft gerichtet

Das Fernbleiben Bernankes bei der Notenbank-Konferenz in Jackson Hole verdeutlich aber auch einmal mehr, dass der US-Notenbankchef als amtsmüde gilt. US-Präsident Barrack Obama hat bereits deutlich signalisiert, dass er Bernanke nicht ein weiteres Mal zum obersten Währungshüter der USA berufen wird. So richtet sich der Blick auf die Vizechefin der Federal Reserve, Janet Yellen, und den ehemaligen US-Finanzminister Larry Summers, die aktuell die Nase um das Amt des FED-Chefs vorne haben. Man darf daher gespannt sein, welche Schritte noch in der nur noch bis Jahresende anhaltenden Amtszeit des amtierenden FED-Chefs Bernanke fallen werden.

Edelmetalle wieder gefragt!

Der nachlassende Verkaufsdruck vom Terminmarkt hat den Edelmetallen zuletzt wieder Kursgewinne beschert. Damit könnte es aber noch nicht zu Ende sein. Betrachtet man sich beispielsweise den Goldpreis, so würde sich bei einem klaren Überwinden der Widerstandsregion um 1.400 US-Dollar ein weiteres Trendsignal ergeben, dass dann auf eine Fortsetzung der Erholungstendenz hindeutet. In diesem Zusammenhang sei auch die indische Hochzeitssaison erwähnt, die traditionell die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall steigen lässt. Diese beginnt jährlich im November und lässt ebenfalls auf weiter steigende Notierungen hoffen.


Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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