Liquiditätsschwemme für die "DAX-AG"
Wir waren mit unseren beiden Depots grundsätzlich positiv ausgerichtet – sicher. Doch was der Deutsche Aktienmarkt zuletzt an Zugkraft gen Norden gezeigt hat, lässt auch uns etwas verwundert die Augen reiben. Aufwärts, aufwärts, ohne Pause, als wenn es morgen keine Aktien mehr zu kaufen gebe. Und umso höher die Kurse laufen, desto kürzer fallen derweil die Korrekturen aus. Das kann noch eine Weile – wird aber sicherlich nicht in diesem Tempo – weitergehen. Denn wenn sich die Marktteilnehmer erst einmal an täglich neuen Jahreshochs berauscht haben, wird die Gier immer größer und die Vorsicht immer geringer. Beste Voraussetzungen also für einen baldigen Kursrücksetzer. Eine solche Korrektur tut dem DAX grundsätzlich gut – ein gesundes Durchatmen wird den Kursen Kraft für weitere Aufschläge geben.
Big Bang zu Monatsbeginn
Vorbörslich noch im Bereich von 6.470 Punkten, kam es beim DAX von Handelsbaginn an zu starker Nachfrage nach ausgesuchten Einzeltiteln. Ob Linde, Kali & Salz, die Deutsche Börse AG, Infineon, die Versorgerwerte oder aber die Anteilsscheine von SAP – gekauft wurde, was das Zeug hielt. Denn es war Monatsanfang und die Portfoliomanager hatten die Weisung, ihre Investitionsquoten zu erhöhen. Und weil kaum jemand auf der Verkaufsseite stand, zogen die Notierungen ohne Unterlass nach oben – erst an der Widerstandsmarke von 6.630 Punkten kamen die Kurse wieder zum Stehen. Nur 15 Prozent aller aktiv gemanagten Fonds haben ihre so genannte Benchmark, also den DAX als Maß aller Dinge, in 2011 schlagen können. Und wenn alle Aktien kaufen, aber kaum Stücke abgeben mögen, sich diejenigen dazugesellen, die in Erwartung fallender Kurse, Aktien „leer“ verkauft hatten und ihre Positionen glattstellen mussten, dann kommt es zu dem, was wir gestern beim Deutschen Aktienindex erleben durften.
Sie sollten jedoch keineswegs auf den Gedanken kommen, man habe die Lösung aller Schuldenprobleme über Nacht gefunden oder vergleichbar Positives. Es geschah einfach nur das, was man in Fachkreisen auch „Markttechnik“ nennt. Eins ergibt das Andere und schon finden sich die Aktienkurse dort wieder, wo sie vor einem halben Jahr nicht mal zu träumen wagten. „Aktienanlage ist doch ganz einfach“, so ein guter Freund augenzwinkernd, „unten kaufen und oben verkaufen!“ Sehr leicht gesagt, doch umso schwerer umgesetzt. Um nicht gänzlich im Trüben zu fischen, nutzen wir die Charttechnik sowie die jeweiligen Fundamentaldaten, um die Aktien herauszufiltern, von denen wir uns mit ausgesuchten Finanzinstrumenten die besten Resultate versprechen. Ausnahmslos gilt: Nur wenn dabei ein zumindest gutes Chance-/Risiko-Profil zu erkennen ist, steigen wir dort auch ein.
Depots: Alles auf dem Weg
Bei unseren zwei Depots ist der jüngste Höhenflug beim DAX nicht ohne Auswirkung geblieben – zwei exotische Optionsscheine wurden ausgestoppt, was bei der kurzfristigen Anlagestrategie für einen leichten Dämpfer sorgte. Die mittelfristige Ausrichtung hingegen bahnt sich, langsam, aber sicher ihren Weg nach oben. Noch etwas in eigener Sache: Selbstverständlich wird bei uns jede Position, egal, ob sie mit positivem oder negativem Ergebnis beendet wurde, in der Gesamtperformance berücksichtigt – leider wir wissen, dass dies nicht zwingend bei jedem Börsenbrief seine Gültigkeit hat.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
MaxProfits
http://www.MaxProfits.de
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