Hausse auf tönernen Füßen
„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!“ – und so waren es zuletzt die Geschäftszahlen von Apple für das vierte Quartal des letzten Jahres, die an den Aktienmärkten nicht nur die Stimmung anhoben, sondern auch für Auftrieb bei den Aktienkursen sorgten. Doch nach einem außerbörslichen Kurssprung bei der Aktie selbst und auch bei den beiden US-Indizes, in denen die Kult-Aktie ein (schwer-) gewichtiger Bestandteil ist, in dessen Schlepptau auch der Deutsche Aktienindex nach oben schoss, machte sich etwas Ernüchterung breit. Man musste erkennen, dass die mehr als hervorragenden Quartalszahlen von Apple, nicht repräsentativ für alle US-amerikanischen Unternehmen waren. Ein Großteil der Marktteilnehmer nutzte bei den Anteilsscheinen von Apple das Niveau oberhalb der Marke von 550 US-Dollar, um sich von seinen Beständen zu trennen. Das gibt nicht wirklich Mut, zumal die gestrige Presseerklärung der US-Notenbank zu ihren Zins-beschlüssen mehr Fragen aufwarf als beantwortete.
„Noch etwas länger sehr billig!“
Selbstverständlich war mit einer Zinssenkung seitens der Fed nicht wirklich zu rechnen, denn bei einem Zinssatz von maximal 0,25 Prozent lässt sich das auch nur schwer bewerkstelligen. Weitere Maßnahmen zur Stützung der Anleihemärkte waren ebenfalls kaum zu erwarten, weil die US-Notenbank kaum mehr die Möglichkeiten hat, ihre Stützungskäufe auszuweiten – sie hat ihr Pulver längst verschossen!“ Weil die Märkte weltweit aber irgendetwas Positives aus dem Statement der Federal Reserve Bank herauslesen wollten, gab man ihnen etwas Futter: Die US-Leitzinsen bleiben bis Ende 2014 auf dem aktuell sehr niedrigen Niveau. Man packte also anderthalb Jahre Fristverlängerung obendrauf – nach kurzem Nachdenken kam man an den Handelsbildschirmen zu dem Entschluss, dass dies gut sowohl für die Aktienmärkte als auch den Euro gegenüber der US-Währung sei. Die Notierungen gingen in den Steigflug über und sorgten für einen Short-Squeeze, der alle diejenigen Marktteilnehmer, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, aus ihren Positionen förmlich herausquetschte. Na klar – geradezu logisch: Je länger es billiges Geld für die Banken gibt, desto länger kann man quasi für „umsonst“ Geld bei der Notenbank besorgen, was in weitaus rentierlichere Assets gesteckt werden kann. Und Aktien werden mit Sicherheit einen recht großen Teil dieser Geldanlage ausmachen. Folglich „musste“ es mit den Aktienkursen nach oben gehen – und der US-Dollar weiter zur Schwäche neigen. Wie tragfähig dieser Aufschwung tatsächlich sein wird, kann aus heutiger Sicht noch nicht beurteilt werden – schließlich gilt nach wie vor ein alte Börsenweisheit: „Never fight the trend“ – stelle dich niemals gegen den Markt. Auch wenn es klar sein sollte, dass die US-Notenbanker derzeit mit einer US-Konjunktur rechnen, die auch bis Ende des übernächsten Jahres nicht mehr auf die Füße kommt! Es wurde folglich eine Maßnahme beschlossen, die letztlich nicht wirklich positiv zu interpertieren ist.
Weitere (Teil-)Gewinnmitnahmen
Auch wenn wir heute bei einer weiteren unserer Positionen ausgestoppt wurden, so entwickelt sich die Performance beider Depots weiter in die gewünschte Richtung. Neben den satten Zugewinnen bei den Hebel-Zertifikaten helfen uns hierbei jedoch auch die Bonus-Zertifikate sowie unsere exotischen Optionsscheine. Die beiden Letztgenannten rücken ihrer Endfälligkeit mit jedem Börsentag näher, so dass sich der Zeitwertgewinn immer mehr positiv bemerkbar macht. Bei unseren Long-Positionen setzen wir die Serie der zuletzt gemachten Gewinnmitnahmen fort und ziehen die Stoppkurse möglichst so nach, dass wir unter dem Strich jeweils kaum mehr in den Verlust laufen können. Unsere „Politik der ruhigen Hand“ macht sich also nach wie vor bezahlt – und genau so wollen wir auch weitermachen.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
MaxProfits
http://www.MaxProfits.de
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