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Börsianer sind ein wenig "bluna"

MaxProfits


Nicht, dass wir uns anmaßen würden, die Anleger weltweit in irgendeiner Art und Weise zu bewerten. Doch die derzeitge Diskrepanz zwischen dem Börsengeschehen und dem, was tagtäglich an negativen Meldungen auf den Tisch kommt, gereicht uns zu einem riesigen Fragezeichen. Was geschieht in den Köpfen derer, die schon fast reflexartig auf den „Kaufen“-Knopf an ihren Handelsbildschirmen drücken. Und das nach einem Anstieg zum Beispiel des Deutschen Aktienindex von inzwischen mehr als 1.450 Punkten? Ein Plus also von rund 30(!) Prozent innerhalb von vier Monaten. Und das bei einem Informationsstand, der momentan wesentlich schlechtere Fakten liefert, als es die Gerüchte und Mutmaßungen bei einem DAX-Stand unterhalb der 5.000-Punkte-Marke waren. Jetzt haben wir keine Unsicherheit über das, was an Schuldenlasten vorhanden ist, und zugleich treiben wir mit unseren Käufen die Kurse höher und höher, als gebe es morgen keine Aktien mehr. Und als gelte es nun zu kaufen, „obwohl“ sich die globale Wirtschaft im Sinkflug befindet, steigt man quasi mechanisch in Aktien ein – koste es, was es wolle. Die anderen kaufen ja schließlich auch – vielleicht wissen die etwas, was mir nicht bekannt ist. Warum auch sonst sollten sie denn auch kaufen? Es ist halt wie immer seit es die Börse gibt: Angst und Gier sind die Haupttriebfedern. Inzwischen mischt sich letztere auch noch mit einem Hauch von Sorglosigkeit. Die Korrektur wird kommen: schneller und heftiger als gedacht – und dann will „jeder“ möglichst rasch aussteigen: Typisch Börsianer eben ...!


Pessimistische Prognosen
Die Euro-Krise fordert ihren Tribut: Für das laufende Jahr rechnet die Weltbank mit einem wesentlich niedrigeren Wirtschaftswachstum weltweit. War man bislang noch von einem globalen Wachstum von +3,6 Prozent ausgegangen, so hat man die Schätzung deutlich auf nur noch +2,5 Prozent revidiert. Für die Euro-Zone erwartet man eine Rezession, was von Seiten der Politiker bis heute dementiert wird. Eitel Sonnenschein dagegen allenthalben – auch „Wirtschaftsminister“ Rößler bließ bei der heutigen Bundestagsdebatte ins selbe Horn: alles im grünen Bereich. Es geht weiter aufwärts – das Wirtschaftswachstum in 2011 lag bei plus drei Prozent, was ausschließlich der Regierung, und da speziell der FDP, zu verdanken sei. Die Arbeitslosenzahl sei so niedrig wie schon lange nicht mehr – genau so werde es auch in 2012 weitergehen. Wer‘s glaubt, wird selig. Woher nimmt dieser Mann, der in seiner Position über die nötigen Informationen verfügen sollte, bloß seine Zuversicht? Abgerechnet wird bekanntlich am Schluss – und da werden wir Ende dieses Jahres sehr wahrscheinlich ein Minuszeichen beim Wirtschaftswachstum hinzunehmen haben: „Wetten, dass ...!?“

Bestens für das neue Jahr gerüstet
Jetzt dürfen Sie sich angesichts der zuvor skizzierten Konjunkturlage gerne fragen, warum wir in unseren Depots tendenziell derart bullish ausgerichtet waren und auch immer noch sind. Unsere Entscheidungen basieren bekanntlich grundsätzlich auf zwei Säulen: Konjunktur- und Unternehmensmeldungen sowie die Chartbilder respektive die Charttechnik. Dazu gesellt sich – zumindest bei mir – immer auch eine Prise „Bauchgefühl“, das sich über die Jahre hinweg entwickelt hat. Am Ende entscheidet meine Ratio – so glaube ich es jedenfalls. Wie auch immer, wichtig ist,  auch das kennen Sie bereits als unser Credo – was hinten rauskommt. Bislang dürfen wir durchaus zufrieden sein, können wir doch mit den Teilverkäufen und durch das Nachziehen der Stoppkurse Gewinne sichern. Auf der anderen Seite haben wir eine Menge Finanzprodukte mit an Bord, mit denen sich die zu erwartete Korrektur bequem aussitzen lässt.

Viel Erfolg an der Börse

Ihr
MaxProfits
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