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Die Luft wird dünner!

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Sicher, wir waren und sind es zum Teil auch noch – auf einen tendenziell steigenden Deutschen Aktienindex ausgerichtet. Doch was zu viel ist, ist zu viel! Wir könnten auch sagen: zu schnell – zu viel! Wie auch immer man den jüngsten Gipfelsturm beim DAX interpretieren mag, eine Korrektur auf die zuletzt gesehenen Kursaufschläge liegt förmlich in der Luft. Die alten Hasen unter den Börsianern kennen es nur allzu gut, dass börsentäglich „eine neue Sau durchs Dorf“ gejagt wird. Soll bedeuten, an jedem neuen Börsentag gibt es ein oder zwei Branchen beziehungsweise Aktien, welche zu Handelsende zu den Tagessiegern „gemacht“ werden – sei es wie heute die vom Versorger RWE angekündigten Sparmaßnahmen von einer Milliarde Euro jährlich oder der Umstand, dass es aufgrund der sehr kalten Witterung zur erhöhten Nachfrage nach Streusalz komme, was wiederum der Aktie von Kali & Salz nach oben half. Während also die Kurse einiger weniger Aktien nach oben schießen, konsolidieren die übrigen Werte ihre zuvor gesehenen Gewinne. So kann sich der DAX auf hohem Niveau ausruhen und Kraft für den weiteren Anstieg sammeln. So weit – so gut!

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Liquiditätsschwemme für die "DAX-AG"

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Wir waren mit  unseren beiden Depots grundsätzlich positiv ausgerichtet – sicher. Doch was der Deutsche Aktienmarkt zuletzt an Zugkraft gen Norden gezeigt hat, lässt auch uns etwas verwundert die Augen reiben. Aufwärts, aufwärts, ohne Pause, als wenn es morgen keine Aktien mehr zu kaufen gebe. Und umso höher die Kurse laufen, desto kürzer fallen derweil die Korrekturen aus. Das kann noch eine Weile – wird aber sicherlich nicht in diesem Tempo – weitergehen. Denn wenn sich die Marktteilnehmer erst einmal an täglich neuen Jahreshochs berauscht haben, wird die Gier immer größer und die Vorsicht immer geringer. Beste Voraussetzungen also für einen baldigen Kursrücksetzer. Eine solche Korrektur tut dem DAX grundsätzlich gut – ein gesundes Durchatmen wird den Kursen Kraft für weitere Aufschläge geben.   

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Athen steht vor dem Aus!

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Gewusst hatten wir es ja schon von Anbeginn an – die Griechen wollen vielleicht, können jedoch nicht wirklich sparen. Und schon kommt die Trojka erneut in die Bredoullie, denn lässt man jetzt die Helenen fallen, ist nicht nur das erste Euro-Opfer zu beklagen, sondern das viele gute Geld, was man zuletzt nach Athen überwiesen hatte, „futsch“. Da heißt es wohl, in den sauren Apfel zu beißen und weiteres Kapital zuzuschießen, was aufgrund von geringer als erwarteter Steuereinnahmen benötigt wird, um einen endgültigen Bankrott weiterhin zu verhindern. „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!“ schießt es wohl nicht nur mir unwillkürlich durch den Kopf. Mit einem Großvater, der auf der Insel Kos geboren und gelebt hat, denke ich, einen solchen Gedanken auch einmal laut aussprechen zu dürfen. Wenn ich an meinen Geschichtsunterricht in der Mittelstufe zurückdenke, in dem mir nicht nur die helenischen Heldensagen, sondern vor allem die griechischen Philosophen in Erinnerung geblieben sind, so denke ich mit Schrecken daran, was wohl meine Enkelkinder im gleichen Fach zu Griechenland zu hören bekommen. Das bis vor kurzem makellose Bild wird dann zumindest einige unübersehbare Risse erhalten haben. Um dieses negative Szenario doch noch abwenden zu können, muss Griechenland sich neu erfinden – so wie bisher kann es sicher nicht weitergehen. Wie lange wollen die Helenen denn noch am Tropf hängen? Ein Licht am Ende des Tunnels kann auch heute nicht ausgemacht werden: Griechenland scheint unausweichlich in die Pleite zu schlittern.   

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Hausse auf tönernen Füßen

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„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!“ – und so waren es zuletzt die Geschäftszahlen von Apple für das vierte Quartal des letzten Jahres, die an den Aktienmärkten nicht nur die Stimmung anhoben, sondern auch für Auftrieb bei den Aktienkursen sorgten. Doch nach einem außerbörslichen Kurssprung bei der Aktie selbst und auch bei den beiden US-Indizes, in denen die Kult-Aktie ein (schwer-) gewichtiger Bestandteil ist, in dessen Schlepptau auch der Deutsche Aktienindex nach oben schoss, machte sich etwas Ernüchterung breit.

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Christians "Salami-Taktik"

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Niemand von uns kann sich gänzlich von Fehlern und Schwächen freisprechen – da bin ich mir ganz sicher. Der eine blickt auf eine ganze Palette von Verfehlungen zurück, der andere auf nur einige wenige. Mal sind es eine Reihe kleinerer Fehltritte, mal ein oder zwei größeren Ausmaßes. „That‘s the way life is!“ So sind wir alle eine recht große Anzahl mehr oder weniger kleiner „Sünderlein“ (in Anlehnung an ein bekanntes Karnevalslied). Diejenigen jedoch, die gewisse Ämter bekleiden, müssen sich grundsätzlich mit härteren Maßstäben messen lassen. Angefangen vom Dorfpfarrer, über den Richter, den Polizisten bis hinauf zum Bundespräsidenten. Sie sehen schon, ich komme erstmals an dieser Stelle auf den Fall Christian Wulff zu sprechen. Bislang sah ich mich keinesfalls genötigt, hierzu Stellung zu beziehen. Inzwischen hat sich der Bundespräsident jedoch derart in eine Ecke hineinmanövriert, dass er einem wahrlich nur mehr leidtun kann. Selber schuld, Herr Wulff, Offenheit, Ehrlichkeit und völlige Transparenz zu versprechen und sich dann einer „Salami-Taktik“ zu verschreiben, ist nun wirklich nicht die Art und Weise, wie wir Bürger es uns von unserem bundesdeutschen Repräsentaten Nr. eins gewünscht hätten. Denn immer nur das zuzugeben, was einem gerade nachgewiesen werden konnte, ist nun wirklich nicht die feine englische Art – besonders wenn man das höchste Amt im Staat bekleidet und eine Vorbildfunktion innehat. Es sei Christian Wulff zu wünschen, dass er hier endlich „die Kuh vom Eis bekommt“, andernfalls bleibt ihm nur noch eines zu raten: es Margot Käßmann gleichzumachen, die nach ihrer 1,54 Promille Trunkenheitsfahrt, konsequent zurückgetreten war – das macht diese Kirchenfrau, zumindest  für mich,  in gewisser Weise, zu einem großen Vorbild! Mehr davon!

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