DAX: Frische Impulse?
In der kommenden Woche beginnt die neue Berichtssaison. Traditionell eröffnet der US-Aluminiumriese Alcoa den Zahlenreigen. Die Daten nach dem zweiten Quartal werden mit Spannung erwartet. Womöglich gibt dies dem Markt einige frische Impulse, welche auch irgendwie Not tun. Denn die Aufwärtsbewegung nach Bekanntgabe eines erneuten Rettungspaketes für Griechenland scheint ausgereizt.
Zumal es keinen Anlass zur Euphorie gibt, denn das Grundproblem der europäischen Schuldenkrise bleibt ungelöst.
Durchwachsene Daten
Keine Frage: Frische Impulse durch die Berichtssaison wären schon ganz gut. Denn ziemlich durchwachsen sind indes die Neuigkeiten von der Konjunkturfront. Am Freitagnachmittag beispielsweise schwappten die neuesten Arbeitsmarktdaten über den großen Teich. Und diese enttäuschten. Außerhalb der Landwirtschaft wurden im Juni insgesamt nur 18.000 Stellen geschaffen. Nach Medienberichten hatten Analysten für Juni allerdings ein deutliches Plus von 90.000 Stellen erwartet. Als dies bekannt wurde, drehte der DAX flugs ins Minus. Kein Wunder. Denn die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist schließlich entscheidend für die Konsumausgaben, die wiederum rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung bestreiten.
Wichtiger Widerstand
Werfen wir noch einen Blick auf den DAX-Chart. Dieser zeigt, dass die runde Marke von 7.000 Punkten durchaus von höherer Bedeutung ist, da dort die Tiefs von April und von Juni eine signifikante Unterstützung bilden. Interessant ist auch der Bereich um 7.200 Zähler, wo derzeit die 20-Tage-Linie verläuft. Um es nicht auf einen Test der bedeutsamen 7.000er Marke ankommen zu lassen, sollte der DAX nicht nachhaltig unter die 7.200 rutschen. Nach oben hin ist das aktuelle Jahreshoch bei 7.528 Punkten als wichtige Widerstandsmarke zu nennen. Ob diese in den nächsten Tagen getestet wird, hängt aber vor allem von der kommenden Berichtssaison ab. Übrigens: Wie Sie von fallenden Kursen profitieren oder aber schöne Seitwärtsrenditen erzielen können, verraten wir Ihnen in unserer aktuellen Ausgabe.
Viel Erfolg mit Ihren Geldanlagen wünscht
Frank Sterzbach
Finanzen & Börse
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