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Spottbillig?

Deutscher  Aktien-Report

Laserlicht, Feuerwerk, Promis und unverschämt viele Schönheiten, die sich auf der IAA um die neuen Produkte räkeln – nein, der Autoindustrie kann es so schlecht gar nicht gehen. Oder doch? Noch im August verkündeten die deutschen Hersteller glänzende Absatzzahlen. Zumindest aber der Kursverfall bei den drei im DAX notierten Autoaktien signalisiert schlechtere Zeiten. Fakt ist: Kühlt die Weltwirtschaft in den kommenden Monaten kräftig ab, dann geht dies keineswegs spurlos an der Autoindustrie vorüber.

VW günstig bewertet?

Die Vorzugsaktie von Volkswagen weist auf Basis der aktuellen Konsens-Gewinnschätzungen für das Jahr 2012 ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,9 auf. Dies erscheint auf den ersten Blick als spottbillig. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Gewinnprognosen ob einer konjunkturellen Abkühlung wohl nach unten korrigiert werden müssen. Insofern verfügt das KGV12e derzeit nur über eine begrenzte Aussagekraft.

Bodenbildung abwarten

Zieht man jedoch das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), welches den Substanzwert des Unternehmens ins Verhältnis zum Börsenwert setzt, ins Kalkül, erscheint dieses mit einem Wert von 1,2 als moderat. Gleiches gilt für das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV), welches sich auf Basis des letzten Geschäftsjahres auf 0,4 beläuft. Auch ein Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) von 4,8 spricht für eine derzeit günstige Bewertung. Fraglich allerdings, ob der Bereich um 100 Euro aufgrund eines unruhigen Gesamtmarktes bereits als tragfähiger Boden taugt.

Viel Erfolg mit Ihren Aktien-Investments wünscht

Frank Sterzbach / Wolfgang Braun
Deutscher Aktien-Report
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